Gleis im Schotterbett

Gleisschotter: Aufbau, Funktion und Stabilisierung des Schotterbetts

Gleisschotter trägt das Gleis, hält es in Lage und führt Wasser ab. Hier erfahren Sie, wie ein Schotterbett aufgebaut ist, welche Probleme im Betrieb entstehen und wie sich Schotter dauerhaft stabilisieren lässt.

Zur Schotterverklebung

Gleisschotter ist gebrochenes Hartgestein, auf dem bei einem Schotteroberbau die Schwellen und Schienen liegen. Die scharfkantigen Steine verkeilen sich ineinander, verteilen die Lasten der Züge auf den Untergrund und lassen Regenwasser schnell abfließen. Der Schotteroberbau ist bis heute die weltweit häufigste Bauart für Eisenbahngleise.

Was ist Gleisschotter?

Für Gleisschotter wird widerstandsfähiges Hartgestein wie Granit, Basalt, Diabas oder Grauwacke gebrochen. Entscheidend sind die Kornform und die Kantigkeit: Nur scharfkantige, gebrochene Steine verzahnen sich so fest, dass das Gleis unter Last nicht verrutscht. Runder Kies wäre dafür ungeeignet.

In Deutschland ist für Hauptgleise vor allem die Körnung 31,5/63 mm üblich. Die Anforderungen an Gesteinskörnungen für Gleisschotter sind in der europäischen Norm DIN EN 13450 festgelegt.

Aufbau des Schotteroberbaus

Ein Gleis im Schotteroberbau besteht von oben nach unten aus diesen Schichten:

  • Schienen und Schienenbefestigung
  • Schwellen aus Beton, Holz oder Stahl
  • Schotterbett: unter der Schwelle, in den Schwellenfächern zwischen den Schwellen und als Schotterschulter vor den Schwellenköpfen
  • Planumsschutzschicht aus Kies-Sand-Gemisch
  • Planum, Unterbau und Untergrund

Aufgaben des Schotterbetts

  • Lastverteilung: verteilt die Kräfte der Züge von den Schwellen großflächig auf den Untergrund
  • Lagesicherung: hält das Gleis in Längs- und Querrichtung in Position (Querverschiebewiderstand)
  • Entwässerung: Regenwasser fließt durch die Hohlräume schnell ab
  • Elastizität: federt Belastungen ab und dämpft Schwingungen
  • Korrigierbarkeit: die Gleislage lässt sich durch Stopfen wieder herstellen
  • Schallminderung: die offene Struktur schluckt einen Teil des Rollgeräuschs

Typische Probleme im Betrieb

Unter dem ständigen Verkehr verändert sich das Schotterbett. Die Steine reiben aneinander, ihre Kanten runden sich ab, und Feinanteile verschmutzen die Hohlräume. Das Schotterbett verliert an Tragfähigkeit und Entwässerung, die Gleislage verschlechtert sich und muss durch Stopfen korrigiert werden.

  • Gleislagefehler und Setzungen, besonders an Weichen, Isolierstößen und in engen Bögen
  • Schotterflug bei hohen Geschwindigkeiten durch den Sog der Züge und herabfallendes Eis
  • Unterschiedliche Steifigkeiten an Übergängen zwischen Schotteroberbau und Fester Fahrbahn
  • Abrutschende Schotterschultern an Böschungen und bei Bauarbeiten im Nachbargleis
  • Verschmutzter Schotter an Bahnsteigen, der sich schlecht reinigen lässt
  • Pflanzenbewuchs im Schotterbett

Schotterverklebung: Schotter dauerhaft stabilisieren

Bei der Schotterverklebung wird ein Zweikomponenten-Bindemittel auf das Schotterbett aufgetragen. Es verbindet die Steine nur an ihren Kontaktpunkten, die Hohlräume bleiben offen. Der Schotter bleibt damit drainagefähig, wird aber gegen Verschieben und Aufwirbeln gesichert.

Terra System verklebt Gleisschotter maschinell mit dem Epoxidharz GREBOPOX® – gegen Schotterflug, an Weichen und Übergängen, an Böschungen und zur Baustellenabsicherung im laufenden Betrieb. Das Verfahren ist vom Eisenbahn-Bundesamt zugelassen.

Schotterverklebung im Detail →Alle Leistungen im Gleisbau →

Häufige Fragen zu Gleisschotter

Warum liegt Schotter unter den Schienen?

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Das Schotterbett verteilt die Lasten der Züge auf den Untergrund, hält das Gleis in Position, lässt Regenwasser abfließen und federt Belastungen ab. Außerdem lässt sich die Gleislage durch Stopfen des Schotters immer wieder korrigieren.

Warum ist Gleisschotter scharfkantig?

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Nur scharfkantige, gebrochene Steine verkeilen sich so fest ineinander, dass das Gleis unter der Last der Züge nicht verrutscht. Runde Steine würden aneinander abgleiten.

Welche Körnung hat Gleisschotter?

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In Deutschland ist für Hauptgleise vor allem die Körnung 31,5/63 mm üblich. Die Anforderungen an Gleisschotter regelt die Norm DIN EN 13450.

Was bedeutet Stopfen?

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Beim Stopfen heben Gleisbaumaschinen das Gleis an und verdichten den Schotter unter den Schwellen mit vibrierenden Stopfpickeln. So wird eine verschlechterte Gleislage wieder korrigiert.

Was ist Schotterflug?

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Bei hohen Geschwindigkeiten können der Sog vorbeifahrender Züge und herabfallendes Eis einzelne Schottersteine anheben. Die fliegenden Steine beschädigen Schienen, Fahrzeuge und Anlagen. Eine Oberflächenverklebung des Schotters verhindert das.

Was ist der Unterschied zwischen Schotteroberbau und Fester Fahrbahn?

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Beim Schotteroberbau liegen die Schwellen im Schotterbett, bei der Festen Fahrbahn auf einer Tragplatte aus Beton oder Asphalt. Wo beide Bauarten aufeinandertreffen, entstehen Übergänge mit unterschiedlicher Steifigkeit, die besonders viel Instandhaltung erfordern.

Kann verklebter Gleisschotter wiederverwendet werden?

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Ja. Mit GREBOPOX® verklebter Schotter lässt sich stopfen, aufbereiten, wiederverwenden oder neu verkleben; eine Sonderentsorgung ist nicht nötig.

Schotter dauerhaft stabilisieren?

Lesen Sie, wie Terra System Gleisschotter maschinell verklebt – mit Anwendungen, Verfahren und Nachweisen.

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